Frankfurt Flughafen
Frankfurt Flughafen
Die Eröffnung des Frankfurt Flughafen war am 08.07.36. Dieser Flughafen war der Nachfolger des Flugplatz am Rebstock. Er war als Flug- und Luftschiffhafen gedacht. Am 14.07.36 landete Graf Zeppelin mit der LZ 127, das erste Luftschiff auf diesem neuen Flughafen. Auf dem Gelände des Rhein-Main-Flughafens befand sich die größte Luftschiffhalle der Welt. In den nächsten Jahren war der Flughafen Frankfurt der Heimatstützpunkt der beiden größten Luftschiffe LZ 127 Graf Zeppelin und LZ 129 Hindenburg. Der Flugbetrieb mit den Luftschiffen stieg stetig, bis es dann am 06.05.37 zu einer großen Katastrophe kam, die Hindenburg explodierte, aus Frankfurt kommend auf dem Flug nach New York, kurz vor ihrem Zielflughafen, in Lakehurst, 36 Menschen kamen dabei ums Leben. Diese Katastrophe war dann auch das Ende des Luftschiffverkehrs. Die Luftschiffe wurden verschrottet und die Luftschiffhallen wurden gesprengt. Am 25.03.45 wurde der Flughafen von der US-Army eingenommen. Nach Kriegsende wurde eine provisorische Start- und Landebahn von 1800 Metern Länge und 45 Metern Breite gebaut, ein weiterer Teil des Flughafens wurde von den US-Streitkräften für die Rhein-Main-Air Base als Stützpunkt für die United States Air Forces Europe genutzt. Von hier aus, begann dann nach der Sperrung der Straßen- und Eisenbahnverbindungen nach Westberlin, durch die Sowjetunion am 26.06.46 die Berliner Luftbrücke. Von Frankfurt, Hamburg und Hannover aus, flogen die Rosinenbomber, um die Versorgung, der in Westberlin lebenden Menschen zu versorgen. Im August 1949 begann man dann mit dem Bau einer Prallel Landebahn, da die stetigen Starts und Landungen, die bestehende Landebahn, sehr in Mitleidenschaft gezogen hatten. Die Sperrung Westberlins wurde am 12.05.49 durch die Sowjetunion aufgehoben, die Luftbrücke wurde aber bis zum 30.09.49 weitergeführt.
Im Dezember 1949 wurde die zweite Start- und Landebahn eröffnet. Diesmal mit einer Länge von 2150 Metern und einer Breite von 61 Metern, in Betrieb genommen. Bei gleicher Gelegenheit, übertrugen die Amerikaner ihre Aufgaben auf die deutschen Flughafenbetreiber. 1953 konnten dann, nach Aufhebung der Restriktionen für deutsche Flugteilnehmer, bereits über eine halbe Million Passagiere gezählt werden. Am 23.03.53 nahm eine deutsche Flugsicherungsleitstelle erstmals ihren Betrieb auf dem Frankfurt Flughafen auf.
1957 wurde die Nordbahn auf 3000 Meter verlängert, bald kamen neue Verlängerungen bis zu 3900 Metern hinzu. 1958 wurde eine dritte Startbahn gebaut, um so auch Düsenjets abfertigen zu können. Am 25.04.58 landete hier die erste Düsenmaschine. Der Flughafen Frankfurt wurde schnell zu einem der meist frequentierten Flughäfen. Die 1958 fertiggestellte Abfertigungshalle wurde bald zu klein, so dass 1962 die Entscheidung getroffen wurde, eine neue Abfertigungshalle und wieder eine neue Startbahn zu bauen. Durch die ständige Vergrößerung des Frankfurt Flughafen wurde der Unmut, der umliegenden Bewohner immer lauter, die sich über die Lärmbelästigung beschwerten, aber diese Umbauten riefen auch Umweltschützer auf den Plan, der Frankfurt Flughafen ist rings herum von Wald umgeben. Jede Vergrößerung des Flughafens und der Landebahnen bedeutete auch, einen massiven Holzeinschlag.
Am 28.01.70 landete dann hier die erste Boeing 747. Der Frankfurt Flughafen war die Heimbasis, der Deutschen Lufthansa. Bis heute sind einige Landebahnen und Terminals hinzugekommen, am Flughafen wird immer weiter gebaut, da die Passagierzahlen ständig ansteigen. Im Jahre 1999 bekam dann der Flughafen Frankfurt seinen eigenen Bahnhof. Im Jahre 2001 ging der Flughafenbetreiber, die Frankfurt Airport Services Worldwide (Fraport) an die Börse. Im Jahre 2007 entstand über dem Bahnhof ein 600 Meter langes Büro- und Hotelgebäude, genannt The Squaire. Die Eröffnung ist für 2010 vorgesehen.


